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Berichte & Presseveröffentlichungen

In dieser Kategorie werden Berichte und Presseberichte veröffentlicht. Die Berichte sowie den Pressespiegel aus den Jahren 2021 und zuvor finden sie auf unserer alten Website.

Kleiderskulpturen - hinter dem roten Teppich

Die Karte, mit der die Ausstellung auf ihre bevorstehende Eröffnung aufmerksam machte, zeigt auf ihrer vielfarbigen Seite sechs kontrastierende Ausschnitte von …  - ja,  wovon eigentlich? – und macht damit klar, dass Rätsel angesagt sind. Auf der anderen Seite der Karte wird immerhin angedeutet, worum es gehen könnte, um „Kleiderskulpturen“. Aber was soll das nun wieder sein? Gestaltetes, Tragbares, oder Untragbares, das „weg kann“? Vielleicht  auch Kunst, die genauer wahrzunehmen sich lohnt? 

Bis zur Vernissage am 9.12.22 im Ausstellungsraum des Gymnasiums Nidda hatte sich unter den Kunstinteressierten dort allerlei an Vermutungen angehäuft. Unter anderem war bekannt geworden, dass der Leistungskurs Kunst mit seiner impulsgebenden Leiterin Ute Wetzel bereits Anfang Oktober beim Profiltag für Kulturschulen in Gelnhausen das Gymnasium mit kreativen Exponaten vertreten und viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Dieses Interesse  im Kreise jener hessischen Schulen, die sich - wie das Niddaer Gymnasium - um das Zertifikat „Kulturschule“ bemühen oder bereits “Kulturschule sind“, war  so groß, das Feedback war so positiv, von den Niddaer Exponaten wurden so viele Fotos geschossen, dass der Leistungskurs beschloss, die „Kleiderskulpturen“ nicht nur „auswärts“ sondern auch „daheim“ zu zeigen.

Dem stellvertretenden Leiter des Gymnasiums Wolfgang Bacher gelang es in seinen Eingangsworten, die Spannung auf die Exponate aufrecht zu erhalten, ohne zu viel zu verraten, während Ute Wetzel an den tatsächlich in gebotener Verkürzung vorhandenen „roten Teppich“ erinnerte und an den gegebenen Rahmen „Plastisches aus ungewöhnlichen Materialien“.

In diesem Rahmen war Diversität geboten. Aus dem Werkstoff Papier wurden vielfältige kreative Falttechniken genutzt, um Körperhüllen zu kreieren. Aus bunten Kunststoff-Verpackungen wurden Kleider, Röcke oder Korsagen „designed“. Absperrbänder und golden schimmernde Wärmedecken wurden zu dynamischen Kleidern. Die präsentierten Ergebnisse zeigen eine Vielzahl von individuellen kreativen Ideen. Viele der ausgestellten Skulpturen tendieren sogar zur tragbaren zeitgemäßen Mode. Das verwendete Material, das ansonsten weggeworfen wird, setzt hier neue Akzente. Und damit sind die künftigen Designerinnen sehr nahe an den zeitgenössischen Trends, weniger oder gar keine Primärrohstoffe zu verwenden und den Transformationsprozess in Richtung einer zirkulären Produktion anzustoßen. 

Das Konzept und insbesondere Vorgeschichte und Vorbereitung der Ausstellung haben sich, wie man erleben konnte, durchaus ausgezahlt. Zahlreiche BesucherInnen haben die Gelegenheit genutzt, mit den KünstlerInnen und SchülerInnen ins Gespräch zu kommen.

Alle, die die Ausstellung bisher noch nicht ansehen konnten, sind herzlich eingeladen, sie bis zum 04.02. 23 montags bis freitags während der Unterrichtspausen, sowie nach Vereinbarung nachmittags zu besuchen.

Text von Ute Wetzel

Im Zusammenhang des Unterrichtsthemas  „Metalle reagieren mit Sauerstoff“, war es Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ein gezeigtes Experiment „verschiedene Metallpulver reagieren mit Sauerstoff“ mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Hierbei sollten die Schülerinnen und Schüler aus Sicht eines Metallteilchens die Reaktion des Metalls und Sauerstoff in einer eigens angefertigten Geschichte darstellen. Es sind wirklich tolle Geschichten und Gedichte herausgekommen. Viel Spaß beim Lesen! Mit freundlicher Genehmigung der 9c!

Text von Kerstin Schäfer

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372 Seiten und alles Gedichte??? Kann man sowas lesen? Ja, man kann... Wenn die darin erzählte Geschichte spannend ist und die Gedichte – auch typographisch - phantasievoll mit der Sprache spielen, wenn der Förderverein die Anschaffung des Romans finanziert und eine Begegnung mit der Autorin möglich ist, lässt sich auch ein Versroman mit Motivation und Gewinn lesen...

So bewiesen von der 10c. Das Frankfurter Literaturhaus ermöglichte im Rahmen seines Programms „Wörtermeer“ die Teilnahme an einer Lesung mit Chantal-Fleur Sandjon, die aus ihrem erst im vergangenen Juli erschienenen Roman „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ las. Als Vorbereitung darauf hatten sich die Schüler und Schülerinnen und ihre Deutschlehrerin Frau Hocke mit dem Roman und seiner eigentlich harten Thematik befasst: Ein 17 Jahre altes Mädchen, Opfer häuslicher Gewalt, schwarz und verliebt in ein anderes Mädchen, versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Wie das – mit all den damit verbundenen Rückschlägen - gelingt, schildert der Roman in seiner poetischen und dennoch leicht zugänglichen Sprache. Und er „entblößt“ damit seine Figuren nicht, wie Chantal-Fleur Sandjon bei der Lesung betont, sondern zeigt – auch mittels der Schönheit der Form - vielmehr ihre Kraft und Resilienz.

Die Lesung am 24. November im Literaturhaus belohnte die Vorarbeit: Die Gedichte entfalteten im Vortrag erst richtig ihren Klang und ihren Rhythmus. Und das Konzept der Veranstaltung überzeugte: Die Autorin erzählte im lebendigen Dialog mit den Zuhörer/innen und unterstützt von Fotos von ihrer eigenen Biographie und ihrer Arbeitsweise, stellte die Figuren des Romans vor sowie die real existierenden Personen, denen als Opfer von Rassismus im Text ein Denkmal gesetzt wird. Auch die 10c war mit Fragen und Antworten präsent – und trug zwei der „Belohnungsleuchtsternchen“ davon, die die Autorin mit Bezug auf eine Stelle in ihrem Text verteilte...

Zuletzt signierte Chantal-Fleur Sandjon die Romane – und staunte über die vielen Post its der fleißigen Zehntklässlerinnen (so viele habe sie in noch keinem ihrer Bücher gesehen)... Jedes der Exemplare (dem Förderverein sei hier nochmals ausdrücklich für die Unterstützung gedankt) erhielt eine eigene Widmung. Eine der schönsten vielleicht: „Lass es leuchten!“

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