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Berichte & Presseveröffentlichungen

In dieser Kategorie werden Berichte und Presseberichte veröffentlicht. Die Berichte sowie den Pressespiegel aus den Jahren 2021 und zuvor finden sie auf unserer alten Website.

Der Berufsorientierungstag der Jahrgangsstufe Q2 am Gymnasium Nidda bot den Schülerinnen und Schülern auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich aus erster Hand über Studiengänge und Berufsfelder zu informieren. Besonders wertvoll war dabei die Mitwirkung zahlreicher ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die an ihre frühere Schule zurückkehrten, um ihre Erfahrungen weiterzugeben und Fragen der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten zu beantworten.

Auffällig war in diesem Jahr die starke Präsenz von MINT-Berufen und naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen. So stellte Rouven Fritzius das Chemiestudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen vor und informierte über Studieninhalte, Anforderungen und berufliche Perspektiven.

Einen spannenden Einblick in die industrielle Forschung und Entwicklung gab Dr. Lisa Kammer. Die ehemalige Schülerin arbeitet heute als Senior Scientist R&D Franchise bei Procter & Gamble und berichtete anschaulich von ihrem Berufsalltag, aktuellen Forschungsprojekten sowie den vielfältigen Karrieremöglichkeiten in einem international tätigen Unternehmen.

Dr. Marc Beiser repräsentierte den Industriepark Evonik in Hanau. Er stellte verschiedene Verfahren und Aufgabenfelder in der chemischen Industrie vor und zeigte auf, welche Qualifikationen für eine Tätigkeit in diesem vielseitigen Arbeitsbereich gefragt sind.

Auch das Ingenieurwesen war vertreten: Richard Fendel präsentierte den Studiengang Maschinenbau an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Friedberg. Dabei erläuterte er den Studienaufbau, mögliche Vertiefungsrichtungen und die hervorragenden Berufsperspektiven für Ingenieurinnen und Ingenieure.

Großes Interesse fand erneut das Medizinstudium. Bereits zum vierten Mal nahm Lea Luh am Berufsorientierungstag teil. Sie berichtete nicht nur über den Studienalltag, sondern konnte inzwischen auch aus ihrem Praktischen Jahr berichten und den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die klinische Ausbildung vermitteln.

Ergänzend stellte Jana Grimm ebenfalls das Medizinstudium vor. Sie informierte ausführlich über die Zugangsvoraussetzungen, verglich private und staatliche Universitäten und präsentierte einen möglichen Studienverlaufsplan. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Wege in das Medizinstudium und die Anforderungen, die sie auf diesem Weg erwarten.

Der Berufsorientierungstag zeigte erneut, wie wertvoll der Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern ist. Durch ihre persönlichen Erfahrungen, praxisnahen Berichte und die Bereitschaft, Fragen offen zu beantworten, erhielten die Schülerinnen und Schüler der Q2 authentische Einblicke in Studium und Beruf. Die Veranstaltung leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Studien- und Berufsorientierung und unterstrich einmal mehr die enge Verbundenheit vieler Ehemaliger mit dem Gymnasium Nidda.

Text von Christian Schneider

Abkühlung in der Tiefe – Jahrgangsstufe 9 erkundet das Erlebnisbergwerk Merkers

Während draußen hochsommerliche 33°C herrschten, konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums Nidda am 23. Juni 2026 auf eine ganz besondere Weise abkühlen: Im Erlebnisbergwerk Merkers ging es mehrere hundert Meter unter die Erdoberfläche, wo deutlich angenehmere Temperaturen auf die Exkursionsgruppe warteten.

Insgesamt 76 Schülerinnen und Schüler sowie vier Begleitpersonen nahmen an der Exkursion teil, die fest im MINT-Konzept der Schule verankert ist. Über drei Stunden hinweg erkundeten die Jugendlichen die weitläufigen Stollen des ehemaligen Salzbergwerks. Dabei legten sie auf speziellen Bergwerks-LKWs mehrere Kilometer unter Tage zurück und erhielten spannende Einblicke in die Geschichte des Bergwerks sowie in den Abbau und die Bedeutung verschiedener Salze.

Besonders beeindruckend war die anschauliche und schülernahe Aufbereitung der Inhalte. Die fachkundigen Führungen vermittelten nicht nur historische Hintergründe zur Entwicklung des Bergbaus in der Region, sondern erklärten auch die geologischen Prozesse und technischen Verfahren, die für die Gewinnung von Salz notwendig sind. So konnten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Inhalte des Chemieunterrichts unmittelbar mit realen Beobachtungen verknüpfen.

Die Exkursion stellt einen wichtigen Baustein des MINT-Konzepts am Gymnasium Nidda dar und ist fest im Curriculum des Chemieunterrichts der Jahrgangsstufe 9 verankert. Gleichzeitig reiht sie sich in die vielfältigen Naturwissenschaftsprojekte der Jahrgangsstufe ein. Diese verfolgen ein ganzheitliches Konzept, das sich über das gesamte Schuljahr erstreckt und naturwissenschaftliche Fragestellungen durch praktische Erfahrungen und außerschulische Lernorte erlebbar macht.

Die Fahrt nach Merkers zeigte eindrucksvoll, wie gewinnbringend die Verbindung von theoretischem Unterricht und authentischen Lernorten sein kann. Mit vielen neuen Eindrücken und einem vertieften Verständnis für geologische und chemische Zusammenhänge kehrten die Schülerinnen und Schüler nach einem abwechslungsreichen Tag zurück.

Text und Bilder von Christian Schneider

Herzlichen Glückwunsch an unsere Abiturientinnen Kathleen Zoe Wagner und Lea Sophie Müller, die im Wettbewerb "Bester Praktikumsbericht Mittelhessen" die phänomenalen Plätze 1 und 2 belegt haben. Auch Julia Welker aus der Klasse 9c darf sich in Abwesenheit über Platz 1 freuen.

Finanzielle Bildung im Fokus: VR Bank informiert Zehntklässler des Gymnasiums Nidda über Zinseszins, Kredite und Schuldenfallen

Wie wirkt Zinseszins eigentlich in der Realität, und warum kann ein unbedachter Handyvertrag zur Schuldenfalle werden? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich die gesamte Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums Nidda am 16. April 2026 in einem interaktiven Vortrag zur finanziellen Bildung. Eingeladen waren Adrian Spangenberger und Tim Feinauer von der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen, die dort für den Bereich finanzielle Bildung zuständig sind. Organisiert wurde die Veranstaltung von Lehrer Philipp Kalbfleisch.

Der Impuls für den Vortrag entstand bereits im vergangenen Schuljahr: Im Mathematikunterricht waren Fragen zu Zinseszins und Kreditmodellen aufgekommen – Anlass genug, das Thema in diesem Jahr für alle Zehntklässler umfassend und praxisnah aufzubereiten.

Mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Einstiegsfrage holten Spangenberger und Feinauer die Schülerinnen und Schüler ab: Was geschieht mit 1000 Euro, wenn man sie anlegt – oder wenn man sie leiht? Diese Frage öffnete die Tür zu einem der zentralen Themen des Vormittags: der Macht des Zinseszinses.

Die Jugendlichen berechneten mithilfe der Zinseszinsformel verschiedene Szenarien für ihre eigene finanzielle Zukunft. Verglichen wurden konservative Geldanlagen mit risikoorientierten Investitionen. Besonders deutlich wurde dabei, wie stark der Faktor Zeit die Kapitalbildung beeinflusst – und wie frühzeitiges Sparen langfristig enorme Effekte erzielen kann.

Im zweiten Teil des Vortrags ging es um Kreditarten und deren Funktionsweise. Die Experten erklärten Unterschiede zwischen Ratenkredit, Dispokredit und Hypothek und nahmen auch das Prinzip „Buy now, pay later“ unter die Lupe. Dabei wurde klar: Solche Modelle wirken oft harmlos, bergen aber erhebliche Risiken. Mahngebühren, steigende Zinsen oder sogar negative SCHUFA-Einträge können schnell zur Belastung werden – besonders, wenn finanzielle Grundkenntnisse fehlen.

In einer offenen Diskussionsrunde beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, warum ein schlechter SCHUFA-Score problematisch ist. Ob Wohnungssuche, Kreditaufnahme oder Handyvertrag – viele Lebensbereiche hängen von einer positiven Bonität ab.

Anhand eines Fallbeispiels eines Siebzehnjährigen wurde verdeutlicht, wie schnell Schulden entstehen können: In-App-Käufe, Spiele, mehrere Handyverträge, Ratenkäufe und sozialer Druck führten dort zu einer Spirale, die ohne Unterstützung kaum zu stoppen gewesen wäre.

Spangenberger zitierte in diesem Zusammenhang Henry Ford: „Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.“

Philipp Kalbfleisch betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen: Mangelnde Finanzbildung sei einer der Hauptgründe für spätere Verschuldung – umso wichtiger sei es, frühzeitig Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Geld zu schaffen. Er bedankte sich herzlich bei der VR Bank sowie bei Adrian Spangenberger und Tim Feinauer für ihren engagierten Einsatz und die praxisnahen Einblicke. Der Vormittag zeigte: Finanzielle Bildung ist kein trockenes Thema, sondern ein entscheidender Baustein für ein selbstbestimmtes Leben.

Lisa Hinkel

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