Auch in diesem Jahr konnte die im Schulprogramm des Gymnasiums Nidda
institutionell verankerte Studienfahrt des Geschichtskurses der 12. Klasse
zum Thema „Diktatur erinnern – Demokratie gestalten“ nach Berlin
stattfinden. Während der fünftägigen Fahrt hatten die Schülerinnen und
Schüler die Möglichkeit, ihre bereits aus dem Unterricht erworbenen
Kenntnisse über die beiden deutschen Diktaturen im Nationalsozialismus und
in der DDR zur erweitern und zu vertiefen sowie Einblicke in die
Funktionsweisen der heutigen Demokratie zu erhalten.
Die Besuche des Konzentrationslagers Sachsenhausen und des Denkmals für die
ermordeten Juden Europas verdeutlichten die Schrecken des Dritten Reichs und
brachten die Schülerinnen und Schüler auch dazu, sich mit den
Einzelschicksalen und Familiengeschichten der Opfer zu beschäftigen. Der
Kurs besichtigte zudem auch das „Haus der Wannsee-Konferenz“, in dem am 20.
Januar 1942 der Holocaust an den Juden organisiert und geplant wurde. Die
Auseinandersetzung mit weiteren Opfern des Nationalsozialismus führte den
Kurs auch zum Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten
Homosexuellen, wo sich der Kurs zusammen mit den Lehrpersonen Christiane
Opper und Peter Püschel in einem Workshop mit diesem Thema beschäftigten.
Um weitere Einblicke in die Wirkungsweise von totalitären Systemen zu
erlangen und der Frage nachzugehen, wie die eine Diktatur die andere direkt
ablösen kann, besuchte der Kurs unter anderem das ehemalige
Staatssicherheitsgefängnis Hohenschönhausen, wo der Zeitzeuge Thomas
Raufeisen seine beeindruckende Geschichte als zu Unrecht von der
Staatssicherheit der DDR Inhaftierter erzählte und alle Vorgänge und Abläufe
im Gefängnis genau schildern konnte. So stand er auch nach seiner Führung
durch die Gebäude im Rahmen eines Workshops den Gästen für Fragen zur
Verfügung und konnte seine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke
vermitteln. Auch die Geschichte des Zeitzeugen Joachim Neumann in der
Gedenkstätte Berliner Mauer faszinierte die Schülerinnen und Schüler sehr.
Nachdem er im Dezember 1961 aus der DDR floh und viele seiner Angehörigen
dort zurücklassen musste, beschloss er, sich als Tunnelbauer zu engagieren.
Dadurch verhalf er insgesamt über 150 Menschen zur Flucht von Ost-Berlin
nach West-Berlin. Das Zeitzeugengespräch, der Blick von oben auf den
ehemaligen Grenzstreifen und die vorgestellten Schicksale der Mauertoten am
Denkmal wie auch der Besuch des Stasi-Museums im ehemaligen Ministerium für
Staatssicherheit, machten den Schülerinnen und Schülern das Ausmaß der
Überwachung und Kontrolle in der DDR eindrücklich klar.
Aber auch die heutige deutsche Demokratie gehörte zu den Themen der
Studienfahrt. Der Besuch des Bundesrats ermöglichte dem Kurs, die Arbeit des
Verfassungsorgans in einem Planspiel zum Gesetzgebungsverfahren
nachzuempfinden und demokratische Entscheidungsprozesse sowie Diskussionen
über Lösungsansätze mitzuerleben und mitzugestalten. Auch die Führung durch
den Bundestag und der Besuch einer Plenarsitzung steigerte das Interesse an
politischen Vorgängen und Entscheidungen.
Durch diese Studienfahrt konnte der gesamte Kurs sein geschichtliches und
politisches Wissen über den schulischen Unterricht hinaus an historischen
Orten erweitern.
Ermöglicht wurde die Fahrt durch die großzügige Beteiligung des
Wetteraukreises an den Fahrtkosten ermöglicht, wofür sich das Gymnasium
Nidda im Namen der Teilnehmer recht herzlich bedanken möchte.

Artikel von Josefine Ziebarth (Q2)

Ankündigungen

Faszination Schule

Schule ist eine Herausforderung     

... nehmen wir sie an!

Schule ist ein Abenteuer

... lassen wir uns darauf ein!

Schule ist ein Ziel

... verfolgen wir es unbeirrt!

Schule ist eine Reise

... machen wir uns auf den Weg!

(Schulprogramm 2012)

Termine

26.06.   Wandertag
27.06.   Sporttag
28.06.   Zeugnisse

 

 

 

 

 

 

 

 

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