Plastik ist ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Fast jedes Produkt, das wir im Supermarkt finden können, ist in Plastik verpackt. Doch was passiert eigentlich nach der Entsorgung?

 

Auch wenn in Deutschland fleißig Müll getrennt wird, ist  in vielen anderen Ländern kaum Umweltbewusstsein vorhanden. In manchen Ländern, beispielsweise in Süd-Ost-Asien, entsorgt man den Müll nach dem Gebrauch einfach im Meer. Das sorgt dafür, dass immer mehr Strände von riesigen Müllbergen bedeckt sind. Wenn man den Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt, hat  das negative Auswirkungen auf unsere Umwelt, denn Plastik braucht mehrere hunderte von Jahren, um sich  zu zersetzen. Mit diesem Thema beschäftigen wir uns seit einigen Wochen im Erdkundeunterricht. Deshalb haben wir, vier Schüler der Klasse 10b des Gymnasiums Nidda, am „Tag der offenen Tür“ eine Umfrage mit drei Fragen zum Thema Plastik durchgeführt. Mit der ersten Frage wollten wir herausfinden, wie gut der Befragte (nach eigener Einschätzung) auf  die Trennung seines Mülls achtet. Wie man der Statistik entnehmen kann, schätzen die meisten der Befragten ihre Mülltrennung als „gut“ ein. Aber wie kommt es dann zu  einer derartigen Verschmutzung, wie zum Beispiel in unseren Meeren?

 

 
 

 

Unsere zweite Frage war eine Schätzfrage zum Thema Plastikrecycling. Wie viel Prozent des Plastikmülls aus gelben Säcken werden eigentlich recycelt?

 

 

 

Ein Großteil der Befragten schätzte die Recyclingquote realistisch ein. Leider liegt die Recyclingquote in Deutschland nur bei rund 40%. Der restliche Teil wird entweder in Müllverbrennungsanlagen „energetisch verwertet“

 

oder in Länder, wie bis vor kurzem noch China verschifft. Dort wird der Müll oft ohne Filterungsanlagen, in großen Mengen verbrannt. Die Recyclingquote in Deutschland könnte höher sein, aber die Müllverbrennung ist für die Unternehmen wesentlich günstiger als das Recyceln.  Das liegt am hohen Preis der Müllsortierungsanlagen. 

 

 

 

Das Problem der Trennung beginnt schon bei der Produktion von Kunststoffverpackungen. Zu viele Produkte (Zahnpasta-Tuben, Chipstüten,  …) werden aus verschiedenen Mischkunststoffen hergestellt. Diese können die  modernen Müllsortierungsanlagen nicht identifizieren. Somit kann viel Plastikmüll nicht recycelt werden! Im Gegensatz dazu kommt ein Großteil des wiederverwertbaren Plastiks durch PET-Pfandflaschen zu Stande, denn diese können bis zu 85% recycelt werden. Zwar darf das daraus entstandene Granulat aus hygienischen Gründen nicht zu Verpackungen für Lebensmittel weiterverarbeitet werden, aber es wird zur Herstellung von minderwertigeren Gegenständen, wie z.B. Parkbänken, genutzt. Das nennt man „Downcycling“.

 

 

 

Bei unserer dritten Frage galt es zu schätzen, wie viele Tonnen Müll jährlich an deutschen Küsten angespült werden?

 

 

 

Leider landen hochgerechnet jährlich 20.000 Tonnen Müll allein in der Nordsee, davon sind ca. 75% aus Plastik. Nur ein Bruchteil davon, nämlich 2250 Tonnen, werden an den Strand angeschwemmt. Der Rest sinkt auf den Meeresgrund oder treibt an der Wasseroberfläche… Die meisten Befragten lagen beim Schätzen deutlich zu niedrig, wie die Statistik zeigt. Bei Partys an Stränden bleiben immer einige Rückstände liegen, da wir erwarten, dass am nächsten Tag der Reinigungsdienst alles aufsammelt.

 

        

 

 

 

 

Doch was wird eigentlich gegen dieses Plastik-Problem getan…?

 

Die EU hat sich geeinigt, bis 2025 eine Verpackungsrecyclingrate von 65% und folgend bis 2030 eine Rate von 70% festzulegen. Außerdem plant die EU bis 2030 nur noch wiederverwertbare Kunststoffe zuzulassen. In Deutschland existiert ein Gesetzentwurf, nach dem in vier Jahren eine Recyclingquote von 63% vorgesehen ist. Ob auch andere Länder, außerhalb der EU, dem Beispiel folgen werden, ist noch fraglich…

 

 

 

An interessierte Leser haben wir zusammen ein paar Tipps herausgesucht.

 

1. Versucht darauf zu achten, im Supermarkt auch auf Produkte, die  in mehreren Verpackungen verpackt sind, zu verzichten.

 

2. Bei Obst und Gemüse sind dünne Plastikfolien sinnlos. Sie sind nicht recycelbar und verursachen viel  Müll. Am besten einfach auf solche verzichten.

 

3. Im Supermarkt werden dem Käufer oft Plastiktüten angeboten. Doch nach einem mal sind diese meistens  schon kaputt  und werden weggeworfen. Nehmt doch einen Korb oder eine Stofftasche mit. Die sind viel öfter zu benutzen und verursachen in einem großen Zeitraum viel weniger Müll.

 

4. Werft den Müll in der Natur nicht einfach auf den Boden.

 

5. Trennt zu Hause am besten zwischen Plastik-, Glas-, Bio-, Papier- und Restmüll. Dies erhöht möglicherweise die Recyclingquote. Es gibt im Internet viele Tipps, wie man. Seinen Müll richtig trennt.

 

 

 

Ein Artikel von Moritz P. & Fynn A.

 

Umfrage durchgeführt am 03/02/18 von Valentina A., Moritz B., Moritz P., Fynn A.

 

Fotos: Alker

 

 

 

Quellenverzeichnis

 

 

 

Inhalt:

 

 

 

http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/muellkippe-meer-plastikmuell-in-nord-und-ostsee-wird-zur-tickenden-zeitbombe/7722562.html

 

 

 

https://www.welt.de/wissenschaft/article6936924/PET-Flaschen-fuer-die-Umwelt-jetzt-besser-als-Glas.html

 

 

 

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-01/umwelt-eu-kommission-strategie-plastikmuell-vermeidung

 

 

 

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/probleme-beim-recycling-wettkampf-um-den-muell-1.1975245

 

 

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/Surfen-in-der-Muellhalde-Meer,sendung686412.html

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