Autorin Mo Asumang las aus ihrem neuen Buch „Mo und die Arier – Allein unter Rassisten und Neonazis“

Einen Nerv traf bei den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe vergangenen Freitag die Autorin Mo Asumang, die durch Vermittlung der OVAG am Gymnasium Nidda las. In ihrem Buch „Mo und die Arier“ verarbeitet Asumang, Tochter einer deutschen Mutter und eines Vaters aus Ghana, ihre Lebenserfahrungen mit „den Deutschen“. Die authentische Darstellungsweise der Erinnerungen sorgte dabei bei den Schülerinnen und Schülern für aktives Zuhören und echte Betroffenheit.
Immer wieder musste sich die Autorin im Laufe ihres Lebens bei rechtsradikalen und rassistischen Übergriffen behaupten: Bei der körperlichen Misshandlung durch einen Taxi-Fahrgast in Berlin beispielsweise oder auch bei konkreten Morddrohungen im Lied einer rechtsradikalen Musikgruppe. Doch Asumang ließ sich nicht ins Bockshorn jagen: Sie beschloss, die Menschen mit Fragen zu konfrontieren und brachte auf diese Weise die unhinterfragten Wahrheiten der Ideologien zum Wanken. Dafür reiste sie sogar in die Vereinigten Staaten, traf Mitglieder des Ku-Klux-Clans oder ging zu rechtsradikalen Kundgebungen. Sie fragte dort, woher die Angst vor dem Fremden denn herrühre und meinte zu den Gesprächspartnern: „Warum sind Sie nicht selbstbewusster?“
Die Oberstufenschülerinnen und –schüler des Gymnasiums fühlten am Freitag mit, fragten nach der Angst bei solchen Ereignissen und Begegnungen. Asumang differenzierte zwischen einer diffusen Angst und einer konkret fassbaren, die einfacher zu bewältigen sei, und beschrieb auch insgesamt Wege, mit Ängsten umzugehen. Insgesamt entwickelte sich die Lesung zu einem aktiven Gespräch, bei dem Subjektives, aber auch politische Hintergründe des Tagesgeschehens ein Thema waren. Ob sie bei Ihren ständigen Kämpfen gegen Rassismus und dem derzeitigen Erstarken von Fremdenhass schon einmal ans Auswandern gedacht habe? Darüber habe sie tatsächlich kürzlich mit Freunden gesprochen, antwortet die Autorin, aber stellte wieder klar: Es helfe nichts, den Kopf einzuziehen, es gelte, für eine Besserung zu kämpfen. So waren zwei Schulstunden so schnell verflogen, dass die Teilnehmer an der Lesung sogar bis über das eigentliche Schulende hinaus ausharrten.

 

Faszination Schule

Schule ist eine Herausforderung     

... nehmen wir sie an!

Schule ist ein Abenteuer

... lassen wir uns darauf ein!

Schule ist ein Ziel

... verfolgen wir es unbeirrt!

Schule ist eine Reise

... machen wir uns auf den Weg!

(Schulprogramm 2012)

Termine

24.10.

 

Philosophischer Tag (Q-Phase)

29.10.

 

Irish Actors

07.11.

 

Projekt Mauerfall (Oberstufe)

08.11.

 

Gedenkveranstaltung 30 Jahre Mauerfall

 

 

 

 

 

 

 

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