Das Gymnasium Nidda verabschiedete zum Ende des Schulhalbjahres Oberstudienrätin Edith Hössl in den Ruhestand. Schulleitung und Kollegium, Schüler- und Elternvertreter würdigten ihre jahrzehntelange engagierte Tätigkeit im Schuldienst. Öffentliche Sommer- und Weihnachtskonzerte, an deren Durchführung sie maßgeblich beteiligt war, haben sie über die Unterrichtstätigkeit hinaus einer großen Zahl von Schülern, Eltern und Niddaer Bürgern bekannt gemacht.
Am Gymnasium Nidda hat Edith Hössl im Jahre 1970 selbst ihr Abitur abgelegt. Nach dem Studium in Mainz absolvierte sie ihr Referendariat an der Lichtenbergschule in Darmstadt. Zunächst mit der ersten Lehrerstelle eingestellt am Gymnasium Büdingen wechselte sie 1987 ans Gymnasium Nidda und war als Lehrkraft mit den Fächern Deutsch und Musik tätig. Als Oberstudienrätin war sie ab 2001 für die Kooperation mit den umliegenden Grundschulen zuständig.
Ein musikalischer Auftakt durch den großen Chor und ein Auftritt der Kollegen der Fachschaft Musik sorgten für den angemessenen Rahmen der Verabschiedung. In ihrer Rede erinnerte Schulleiterin Cornelia Hörsting an Edith Hössls wichtige schulische Arbeit, den Kontakt zu den Lehrkräften der Grundschulen zu pflegen, ihre langjährige Tätigkeit als Fachsprecherin Deutsch und an ihre Tätigkeit im Personalrat, mit der sie sich hohes Ansehen im Kollegium erworben habe. In erster Linie habe sie Edith Hössl in den letzten Monaten jedoch als engagierte Lehrkraft des Faches Musik erlebt. Im vergangenen Jahr habe die Kollegin zum 25. Mal zur Vorbereitung des Weihnachtskonzertes den Schulchor nach Hohensolms begleitet. An der Etablierung der „Hohensolms-Woche“ sei sie maßgeblich beteiligt gewesen. Sie habe zudem beim Generationenwechsel in der Fachgruppe Musik als Bindeglied gewirkt und den jungen Musiklehrern viel Unterstützung gegeben.
Dies bestätigten ausdrücklich die Kollegen des Faches Musik in ihrer Abschiedsrede und bedankten sich für Hilfe und Unterstützung in vielerlei Form. Die Fachschaft Deutsch verabschiedete sich mit einer liebevoll ausgewählten Orchidee von ihrer Kollegin, Schulelternbeiratsvorsitzender Peter Becker überreichte ein Teegeschenk.
Der Personalrat würdigte die Kollegin Edith Hössl für ihr offenes Ohr und ihren Einsatz für andere und mochte sie nicht ohne Musik gehen lassen .Etwas abgewandelt widmeten ihr die Personalratsmitglieder Hildegard Knefs Chanson „Für mich soll´s rote Rosen regnen“, die ihr anschließend auch überreicht wurden. Die aufkommende Wehmut nach vielen Umarmungen bekämpfte Schulsprecher Tobias Rinker erfolgreich mit einer pointiert vorgetragenen Rede: Angesichts all der Dinge, die sie ab morgen tun könne, würde er lieber in Pension gehen. Er räumte aber ein, dieses wohl noch nicht verdient zu haben.
Als Überraschung schossen zum Schluss zwei „Bänkelsänger“ den Vogel ab: Volker Bilz an der Drehorgel und Markus Kopp, beide ehemalige Musikkollegen, hatten Edith Hössl ein launiges Lied gewidmet, in dem es hieß: „Jedoch das Singen, wissen wir all‘, ist höchste Lust ihr in jedem Fall…. Gibt’s ewiges Leben ? Keiner weiß dies, doch Edith kommt ins Paradies“.

| Verabschiedung weiterer KollegInnen: | ||
| Herr Steffen Voß |
Frau Semra Agbulut |
Herr Bend Fein |
Bild und Text: A. Kornatz
